Ein Mann von Welt oder der Untergang Italiens?
Silvio Berlusconi, er ist wieder da und er ist gekommen um zu bleiben.
Morgen, am 4. März 2018, ist es soweit und Italien wird ein neues Parlament wählen. So weit so gut. Doch was hat der Ex-Ministerpräsident Italiens damit zu tun? Nachdem Berlusconi kurze Zeit weg vom Fenster war, feiert er heute um so mehr sein erfolgreiches Comeback. Das Stehaufmännchen Silvio wurde wahrlich schon oft zu Fall gebracht, doch lernte dieser den Verlust und die Niederlage in Energie umzuwandeln. Anders kann man zumindest seinen 81 Jahre alten Enthusiasmus nur schwer interpretieren.
Doch wie genau kann diese neue Motivation aufgefasst werden?
Nicht nur einmal nutzte Berlusconi seine hohe Machtposition aus: bspw. Steuerhinterziehung oder Kontakte zur Mafia, die allerdings „offiziell“ nicht bestätigt wurden. Offiziell ist bei Berlusconi scheinbar ohnehin sehr wenig. Dennoch kann der italienische Politiker mit einem pechschwarzen Vorstrafenregister „glänzen“. Wie vertrauenserweckend. Die Steuerhinterziehung aus dem Jahr 2013 lässt tief blicken.
Geht all dies also von vorne los?
Abwarten und Ramazzotti trinken. Dennoch sollte ein wachsames Auge auf den betagten jungen Herren geworfen werden. Nicht dass er eines Morgens aufwacht und feststellt, dass ihm die Bunga-Bunga-Party doch mehr Spaß gemacht hat, als die öde und langweilige Politik mit der man sich, als wiedergeborener Politiker, zumindest das eine oder andere mal auseinandersetzen muss.
Lernen sie es nochmal?
Italien darf gespannt sein, was das Berlusconi-Comeback mit sich bringen wird. Aber so eine kleine Wirtschaftskrise hat schließlich noch keinem geschadet.
Foto: Copyright Süddeutsche Zeitung

